Zwischen antiken Städten und Wüstenlandschaften

Sie kennen Jordanien nicht oder Jordanien steht noch nicht auf Ihrer Reiseliste? Das geht vielen so. Dabei ist dieses Land ein wahres Juwel des Nahen Ostens, eine Schatztruhe voller Geschichten und atemberaubender Landschaften. Das Weltwunder Petra alleine wäre schon einen Besuch wert, aber Jordanien hat so viel mehr zu bieten. Ich war im November dort und habe es mir für Sie angesehen.

Trotz der aktuellen Unsicherheiten in vielen Teilen des Nahen Ostens bleibt Jordanien ein äußerst sicheres Reiseland. Hier erwartet Sie momentan das Gegenteil des Massentourismus: Sie können die Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe entdecken und die Atmosphäre in vollen Zügen genießen. Ich habe vorher viel von Jordaniens Gastfreundschaft gehört, war dann aber doch überrascht, wie herzlich die Einheimischen sind. Eine Einladung zu einer Tasse Tee oder Kaffee ist für die Jordanier Teil der Gastfreundschaft und selbstverständlich.

Amman ist der Ausgangspunkt der meisten Jordanienreisen. Die Hauptstadt Jordaniens, modern und lebendig, bietet zugleich einen tiefen Einblick in die Geschichte. Die Zitadelle und das römische Theater erzählen von Jahrtausenden, die diese Stadt geprägt haben. Lassen Sie Platz in Ihren Koffern für die Schätze, die Sie durch einen Bummel in den Suqs finden werden. Sie werden ihn brauchen. Nur eine kurze Fahrt entfernt von Amman liegt Jerash, eine der an den besten erhaltenen römischen Städten der Welt. Mit ihren Kolonnaden, Tempeln und Plätzen lässt die Stadt die Zeit des Imperiums auf beeindruckende Weise wiederaufleben.

Von Amman führt der Weg nach Süden. Madaba, bekannt als die „Stadt der Mosaike“, überrascht mit der ältesten Landkarte des Heiligen Landes, kunstvoll in Stein gelegt. Nur wenige Kilometer weiter erhebt sich der Berg Nebo. Die Aussicht über das Jordantal bis hin zum Toten Meer lässt erahnen, was Moses hier gesehen haben mag. Die Straße schlängelt sich weiter durch die spektakulären Panoramen des Mujib-Tals, bevor die mächtige Kreuzfahrerburg von Kerak die Silhouette dominiert. Bei einer Besichtigung erfährt man spannende historische Hintergründe zu dieser Festung. Auf dem Weg nach Petra liegt Shobak Castle, eine Kreuzfahrerburg aus dem 12. Jhd. Die imposanten Mauern in der dramatischen Landschaft ist malerisch.

Dann, endlich ging es nach Petra. Die Stadt der Nabatäer, in den rosaroten Sandstein geschlagen, übertreffen selbst meine Erwartungen an das Weltwunder. Immer auf der Suche nach den schönsten Orten der Welt, habe ich die meisten Weltwunder schon gesehen. Ich hatte hohe Erwartungen an Petra, da ich viel darüber gelesen habe, jedoch ist Petra noch schöner als man ahnen kann. Der schmale Siq, der zum ikonischen Schatzhaus führt ist magisch und lässt selbst Vielbereiste nicht kalt. Tempel, Gräber, Theater – jeder Schritt offenbart neue Meisterwerke, gekrönt vom Kloster Ad Deir, das nach einem Aufstieg mit einer unvergleichlichen Aussicht belohnt. Ein Tag reicht nicht aus, um die Magie von Petra zu erleben, weshalb ein zweiter Besuchstag ein Muss ist. Petra selbst erinnert vor allem durch seine vielen Grabstätten an eine vergangene Ära– jedoch wird erst in Little Petra deutlich, dass die Stadt einst lebendig und ein bedeutender Handelspunkt war. In Little Petra erwirtschafteten die Nabatäer Wohlstand, indem sie an einem strategisch günstigen Ort für Karawanen Nahrungsmittel handelten und Übernachtungsmöglichkeiten bereitstellten.

Die Reise führt weiter nach Wadi Rum, in die stille Weite der Wüste. Hier scheint die Zeit stillzustehen, die Landschaft mit ihren Sanddünen und imposanten Felsformationen ist wie von einer anderen Welt. Auf einer Jeeptour entdeckt man die Schönheit dieses UNESCO-Weltnaturerbes, welches Schauplatz zahlreicher Filme war, bevor die Nacht in einem Beduinencamp unter dem funkelnden Sternenhimmel zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Ganz besonders für Kulinariker ist das Gericht Al-Zarb ein wahres Highlight der jordanischen Beduinenküche. Inmitten der Wüste wird das Fleisch – oft Lamm oder Hähnchen – zusammen mit Gemüse und einer Mischung aus Gewürzen in einer Grube mit glühenden Kohlen langsam gegart. Da das Fleisch stundenlang über den Reis und dem Gemüse gart, bietet dies einen außergewöhnlichen Geschmack. Dieses kulinarische Erlebnis ist tief in der Wüstentradition verwurzelt.

Am Roten Meer, in Aqaba lädt das türkisfarbene Wasser zum Schwimmen, Schnorcheln oder einfach zum Entspannen ein. Die Unterwasserwelt ist hier noch unberührt, da Jordanien nicht primär für das Rote Meer bekannt ist.

Das letzte Ziel dieser Reise war das Tote Meer, ein einzigartiger Ort auf der Erde. Hier, am tiefsten Punkt der Erde, treibt man schwerelos im salzhaltigen Wasser. Nach all den Eindrücken der Reise ist dies der perfekte Ort, um einfach zur Ruhe zu kommen. Das Schwimmen im Totem Meer hat gesundheitliche Vorzüge, weshalb auch viele Kurreisen ans Tote Meer führen. Ein perfekter Ausklang also nach einer ereignisreichen Reise. Vom Totem Meer ist ein Ausflug zur Taufstelle Jesu am Jordan gut kombinierbar. Bethanien jenseits des Jordan, wie dieser Ort in der Bibel genannt wird, ist heute ein Ort, an dem Geschichte und Spiritualität greifbar werden.

Jordanien ist ein Land voller Kontraste und Überraschungen, das die Vergangenheit lebendig macht und die Natur in ihrer beeindruckendsten Form präsentiert. Wenn Sie mehr erfahren möchten, beraten wir Sie gerne!

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Jordanien
Antike Glanzlichter und biblische Geschichte

Termin: –  21.10.2026  –  29.10.2026

Reisebericht/Text: Maisha Riechmann