Tel. 0221-801952-0 | Mo. – Fr. 9:00 – 17:00 Uhr | Kontakt

Deutschland

Aachener Dom

Der Aachener Dom wurde 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen. Über einen Zeitraum von 600 Jahren (936-1531) wurden hier 30 deutsche Könige gekrönt. Die Sammlungen des Aachener Domschatzes beinhalten archäologische und geschichtliche Dokumente von unschätzbarem Wert. Der Dom beeindruckt vor allem durch seine faszinierende Architektur. Die Pfalzkapelle bildet den Kern des Doms. Der achteckige Grundriss hebt sich von den übrigen Gebäudeteilen deutlich ab und ist eines der zentralen Elemente des Doms. Weiterhin hervorzuheben ist der gotische Chor des Doms.

Speyerer Dom

Der Dom zu Speyer ist ein wichtiges Denkmal seiner Zeit. Er wurde in zwei Bauphasen von 1025 bis 1061 und 1082 bis 1106 errichtet. Die Baugeschichte des Doms hat entscheidend dazu beigetragen, die heutige Denkmalpflege in Deutschland mitzubestimmen. 1981 wurde der Dom zu Speyer in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Würzburger Residenz

Die Residenz Würzburg wird als das einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser betrachtet. Es stellt einen der strahlendsten Fürstenhöfe Europas dar. Die Residenz ist ein Beispiel für das Zusammenwirken von Künstlern aus den kulturell bedeutensten Ländern Europas. Die angesehensten Architekten ihrer Zeit, Johann Lucas von Hildebrandt aus Wien, Robert de Cotte und Germain Boffrand aus Paris, steuerten Entwürfe bei, die Ausführungspläne zeichnete der Hofbaumeister des Fürstbischofs Balthasar Neumann. Bildhauer und Stuckateure kamen aus Italien, aus Flandern und aus München. Der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo malte das Deckenbild über dem Treppenhaus und die Wandgemälde des Kaisersaals. Der Stuckateur Antonio Bossi und der Bildhauer van der Auvera schufen in den Jahren 1742 bis 1745 das Spiegelkabinett der Residenz. Die Residenz wurde 1981 von der UNESCO als Welterbe anerkannt.

Wallfahrtskirche „ Die Wies“

Die Wieskirche wurde 1754 geweiht und stellt eines der vollendetsten Kunstwerke des bayerischen Rokoko dar. Die verschwenderischen Stuckverzierungen und die Deckengemälde der Gebrüder Johann und Dominikus Zimmermann erzeugen eine Dekoration, deren Feinheit unerreicht sind. Als ein Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft und ein außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Kultur wurde die Wieskirche 1983 in die Welterbeliste aufgenommen.

Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl

Als ein herausragendes Beispiel der Schlossbaukunst des 18. Jahrhunderts wurden Augustusburg und Falkenlust 1984 in die Welterbeliste aufgenommen. Sie stellen die ersten bedeutenden Schöpfungen des Rokokostils in Deutschland dar und waren über ein halbes Jahrhundert Vorbild für eine Vielzahl deutscher Fürstenhöfe.

Dom und Michaeliskirche von Hildesheim

Der Hildesheimer Dom und die ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael legen Zeugnis von der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich ab. Die beiden Gebäude und die zu ihnen gehörenden Kunstschätze vermitteln ein Verständnis der Einrichtung romanischer Kirchen im christlichen Abendland. St. Michael und der 1046 neu errichtete Dom besitzen zahlreiche historische Ausstattungsstücke, so sind z.B. in St. Michael die bemalten Stuckreliefs der Chorschranken und die breite bemalte Holzdecke zu nennen. Ein weiteres beeindruckendes Werk der Bronzegießkunst sind die Türen und die Säule von 1020, die im Dom aufbewahrt werden. Seit 1985 sind Dom und St. Michael zu Hildesheim auf der Welterbeliste der UNESCO eingetragen.

Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Gegründet wurde Trier im Jahr 16 vor Christus. Die hohe Anzahl der noch erhaltenen Gebäude aus der Römerzeit verdeutlicht die hervorgehobene Stellung von Trier als Zeugnis dieser Zeit. Besonders erwähnenswert ist hier die Porta Nigra. Ein befestigtes Tor mit zwei halbkreisförmig vorspringenden, viergeschossigen Türmen. Die Porta Nigra ist ein wichtiges noch erhaltenes Denkmal der römischen Architektur aus dem 2. Jahrhundert.

Hansestadt Lübeck

Mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt Lübeck wurde 1987 erstmals in Nordeuropa eine ganze Altstadt von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Lübeck hat einen exemplarischen Charakter für die hansische Städtefamilie im Ostseeraum. Die Stadt wurde 1143 gegründet und 1159 unter Heinrich dem Löwen in den bis heute noch herrschenden Grundlinien angelegt. Die früh ausgeprägte wirtschaftliche und gesellschaftliche Differenzierung innerhalb des Stadtgefüges, im Westen die Wohnhäuser der wohlhabenden Kaufleute, im Osten die Handwerker, ist noch heute erkennbar. Die wichtigsten Kulturbauwerke Lübecks sind das Rathaus, das Burgkloster, das Koberg-Viertel, die Jakobskirche, Heiligengeist-Spital, die Patrizierhäuser und die Salzspeicher am Traveufer.

Schlösser und Parks von Potsdam-Sanssouci und Berlin (Glienicke und Pfaueninsel)

Mit seinen 500 Hektar großen Parks und seinen 150 Bauwerken, deren Entstehung sich über die Zeitspanne von 1730 bis 1916 erstreckt, bildet die Gesamtanlage der Parks von Potsdam ein Kulturgut von außergewöhnlicher Qualität. Das auf den Weinbergterrassen 1745 bis 1747 erbaute Schloss Sanssouci ist der älteste Teil der Potsdamer Kulturlandschaft. Schloss und Park von Sanssouci, welche auch als preußisches Versailles bezeichnet werden, sind eine Mischung verschiedener europäischer Stilrichtungen des 18. Jahrhunderts. Die Schlösser und Parks von Potsdam-Sanssouci und Berlin wurden 1990 in die Welterbeliste aufgenommen.

ehem. Benediktiner-Abtei Lorsch mit ehem. Kloster Altenmünster

Das Kloster Lorsch befindet sich zwischen Worms und Darmstadt und stellt eines der wichtigsten Denkmäler der Karolinger Zeit dar. Es hat über die Jahrhunderte hinweg sein ursprüngliches Aussehen bewahrt. Die Lorscher Denkmäler gehören zu den bedeutendsten Kulturstätten vorromanischer Baukunst in Deutschland. Sie wurden zusammen mit den Überresten des nahe gelegenen Klosters Altenmünster 1991 in die Welterbeliste eingetragen.

Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar

Das Erzbergwerk Rammelsberg bei Goslar ist über 1000 Jahre als einziges Bergwerk der Welt kontinuierlich in Betrieb gewesen. Die geschichtliche Entwickung der Region um die Stadt Goslar wurde von 30 Millionen Tonnen Erz geprägt, welche in dieser Region gefunden wurden. Durch den Metallhandel hatte die Stadt eine bedeutende Stellung innerhalb der Hanse. Hier fand auch im Jahre 1009 die erste Reichsversammlung statt. Goslar war Residenzstadt deutscher Könige und Kaiser bis 1253. Zusammen mit der mittelalterlichen Altstadt Goslars und ihrer Kaiserpfalz wurde das Bergwerk Rammelsberg 1992 in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen.

Altstadt von Bamberg

Die Altstadt von Bamberg ist Zeugnis für die mittelalterlichen Grundstrukturen einer mitteleuropäischen Stadt. Die Baukunst in Bamberg hatte großen Einfluss auf Mitteldeutschland und ist selbst noch in Ungarn wiederzufinden. Verbindungen zu Böhmen in der Barockzeit lassen sich ebenfalls aufzeigen. Bereits bei der Erhebung von Bamberg in den Stadtstatus im Jahre 1007 wurde von den damaligen Stadtvätern bestimmt, dass Bamberg ein neues Rom werden solle. Dazu wurden unter anderem fünf Stifte in der Form eines christlichen Kreuzes im Stadtbild errichtet. Im Mittelpunkt des Kreuzes wurde das Domstift errichtet. Die historische Bausubstanz der Bamberger Altstadt ist bis heute weitestgehend erhalten. Mehr als 1000 Häuser stehen unter Denkmalschutz. Die Altstadt von Bamberg wurde 1993 in die Welterbeliste aufgenommen.

Kloster Maulbronn

Das in der Nähe von Karlsruhe gelegene Kloster Maulbronn ist die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters nördlich der Alpen. Dies ermöglicht es, das Leben und die Struktur von zahlreichen anderen nicht mehr so gut erhaltenen Klosteranlagen zu rekonstruieren. Besonders hervorzuheben in der Architektur des Klosters sind neben der frühgotischen Kirchenvorhalle, der Südflügel des Kreuzganges und das Herrenrefektorium. Aus der Wendezeit zur Spätgotik stammt das Brunnenhaus, welches als Glanzstück der Maulbronner Klosterarchitektur gilt.

Muskauer Park

Der Muskauer Park – auf polnisch Park Muzakowski wurde 1785 – 1871 auf Geheiß von Hermann Fürst von Pückler-Muskau auf rund 700 Hektar an beiden Ufern der Neiße entlang der deutsch-polnischen Grenze angelegt. Der Park besteht auf deutscher Seite aus dem Schloss-, Bade- und Bergpark und auf polnischer Seite aus dem Unterpark, dem Arboretum und den Braunsdorfer Feldern. Der Park wurde im Juli 2004 als gemeinsames polnisch-deutsches Kulturerbe in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg

Die Quedlinburger Altstadt bietet ein herausragendes Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt. Altstadt und Neustadt verschmolzen 1330 miteinander und hatten eine gemeinsamer Stadtmauer. Dieses zusammenhängende Gefüge aus Fachwerkhäusern bestimmen den Charakter des Ortes. Mit seinen rund 1300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten  gilt Quedlinburg als eines der größten Flächendenkmäler Deutschlands. Im historischen Stadtkern sind rund 800 Häuser als Denkmäler ausgewiesen. Infolge der einseitigen Baupolitik in der ehemaligen DDR mit ihrer Orientierung auf industrielles Bauen wurde die Pflege der Fachwerkhäuser vernachlässigt. Aus diesem Grund ist der historische Kern Quedlinburgs stark sanierungsbedürftig. Die Quedlinburger Altstadt wurde 1994 in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen.

Völklinger Hütte

Die Völklinger Eisenhütte zählt zu einem Denkmal des Industriezeitalters. Es ist ein Denkmal, an dem die technische Entwicklung der Epoche veranschaulicht wird. 1873 wurde die Völkinger Eisenhütte vom Kölner Ingenieur Julius Buch gegründet. Schnell wurde sie Deutschlands größte Produktionsstätte für Eisenträger. Einhergehend mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Eisenhütte wuchs Völklingen zur Stadt heran. Hier haben bis zu 20.000 Stahlkocher Eisenerz in Eisen umgewandelt. Die Hütte war seinerzeit eine der modernsten Industrieanlagen in Europa und setzte wichtige Meilensteine in der Geschichte der Eisenverhüttung. Von den im 19. und 20. Jahrhundert in Westeuropa und Nordamerika errichteten Eisenhütten ist sie die einzige, die noch vollständig erhalten ist. 1994 wurde die Völklinger Hütte in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Fossilienlagerstätte Grube Messel

Die Fossilienlagerstätte Grube Messel bei Darmstadt gibt Einblick über die Evolution der Säugetiere. Die Entwicklungsgeschichte der Erde vor 50 Millionen Jahren kann hier nachvollzogen werden. Der Ölschiefer der Grube hat Fossilien unterschiedlicher Epochen in einer sehr hohen Artenvielfalt und erstaunlichen Qualität erhalten. Die bedeutesten Fossilien sind 70 Urpferde. Bisher wurden über 10.000 Fossilien entdeckt. Damit zählt Messel weltweit zu einem der besten Fundorte für Fossilien. Die UNESCO hat die Grube Messel im Dezember 1995 als erstes deutsches Naturdenkmal in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau

Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau steht für die sogenannte Bauhaus-Schule der Architektur, die zwischen 1919 und 1933 die revolutionäre Ideen der Stadtplanung durchsetzte. Beispielhaft für die Weimarer Bauhaus-Architektur ist das „Haus am Horn“, das 1923 als Musterbeispiel fertiggestellt wurde. Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau wurden im Dezember 1996 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Kölner Dom

Der Kölner Dom gilt als das Meisterwerk gotischer Architektur. Die Bauzeit dauerte von 1248 bis 1880. 1530 wurde der Bau am Dom unterbrochen und erst 1842 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Die Gelder zum Weiterbau wurden von der preußischen Staatskasse und vom Dombau-Verein je zur Hälfte aufgebracht. 1880 wurden als letzter Bauabschnitt die beiden imposanten Türme fertig gestellt. Heutzutage besitzt der Kölner Dom die größte Kirchenfassade der Welt mit eine Fläche von über 7.000 Quadratmetern. An beiden Seiten der Fassade ragen die beiden mächtigen Türme von je 156 Metern Höhe in den Himmel. Im Dom findet man den goldenen Schrein mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige. Dieser Schrein ist der größte seiner Art des Abendlandes. Die Gebeine der Heiligen Drei Könige wurden 1164 von Erzbischof Rainald von Dassel nach Köln gebracht. Von diesem Zeitpunkt an war und ist der Kölner Dom einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte in Europa. Der Kölner Dom wurde 1996 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbe eingetragen.

Zentral-Dombau-Verein zu Köln: http://www.zdv.de

Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg

Als bedeutsame Abschnitte in der menschlichen Geschichte und authentische Schauplätze der Reformation wurden die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg 1996 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Zur Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt gehören das Lutherhaus und das Melanchtonhaus in Wittenberg sowie das Geburts- und Sterbehaus Luthers in Eisleben.

Klassisches Weimar

Zum Weltkulturerbe des klassischen Weimar zählen Schillers Wohnhaus, die Herderstätten Stadtkirche, Herderhaus und Altes Gymnasium -, das Stadtschloss, das Wittumspalais, die Herzog Anna Amalia Bibliothek, der Park an der Ilm mit Römischem Haus, Goethes Garten und Gartenhaus, der Schlosspark Belvedere mit Schloss und Orangerie, Schloss und Schlosspark Ettersburg, Schloss und Schlosspark Tiefurt, die Fürstengruft mit dem Historischen Friedhof und Goethes Wohnhaus. 1998 wurde Weimar von der UNESCO in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Diesen Schritt begründet die UNESCO mit der „großen kunsthistorischen Bedeutung öffentlicher und privater Gebäude und Parklandschaften aus der Blütezeit des klassischen Weimar“ und mit der „herausragenden Rolle Weimars als Geisteszentrum im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert“

Wartburg

Die Wartburg bei Eisenach veranschaulicht das feudale Mittelalter in Europa. Hier übersetzte Martin Luther das Neue Testament und durch ihre geographische Lage an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gilt die Wartburg als Symbol für die deutsche Einheit. Im 19. Jahrhundert wurde die Wartburg aufwendig restauriert. Der Bergfried, die Dirnitz und das Gadem wurden auf den alten Fundamenten neu errichtet. Der romanische Palas, ein nach 1155 entstandener Saalbau mit 170 Säulen und meisterhaften Kapitellen wurde wiederaufgebaut und vollständig neu ausgestattet. Die Wartburg bei Eisenach, Thüringen, wurde 1999 in die Welterbeliste aufgenommen.

Berliner Museumsinsel

Die Berliner Museumsinsel veranschaulicht, wie sich über Jahrhunderte hinweg die Architektur von Museumsgebäuden gewandelt hat. Zu der Berliner Museumsinsel gehören fünf Museumsbauten: das Pergamon-Museum, das Alte Museum, die Nationalgalerie, das Bode-Museum, das ehemalige Kaiser-Friedrich-Museum und das Neue Museum. Die Museumsinsel wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Gartenreich Dessau-Wörlitz

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz steht als architektonisches Beispiel, die Grundregeln der Aufklärung in die Gestaltung von Grünanlagen und Gebäuden einfließen zu lassen. Diese gestalterischen Elemente der Aufklärung zeigen sich u.a. in der Offenheit der Anlage: Kein Zaun trennte den Garten von der Stadt, jedermann hatte freien Zutritt und konnte sogar das Schloss besichtigen. Weiterhin finden sich 19 unterschiedliche Brücken in den Wörlitzer Anlagen. Auf diese Art und Weise wird dem Besucher die Geschichte des Brückenbaus vermittelt. Höhepunkte sind die Galerie im Schloss Georgium, Oranienbaum, eine barocke Schloss- und Parkanlage, sowie das Rokoko-Schloss Mosigkau, in dem Meisterwerke flämischer und holländischer Maler wie Rubens oder van Dyck zu sehen sind. Im Novemer 2000 wurde diese Kulturlandschaft von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen.

Klosterinsel Reichenau im Bodensee

Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee verdeutlicht die kulturelle Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter. Darüber hinaus veranschaulichen die drei romanischen Kirchen der Insel aus dem 9. bis 11. Jahrhundert die frühmittelalterliche Architektur in Mitteleuropa. Zu den kunstgeschichtlichen Zeugnissen aus dem 9. bis 11. Jahrhundert gehören die einzigartigen Handschriften der Reichenau, die in ganzen Bilderzyklen das Neue Testament, das Leben Jesu und die Evangelien illustrieren. Im November 2000 wurde die Klosterinsel von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen.

Industriekomplex Zeche Zollverein in Essen

Der Industriekomplex Zeche Zollverein ist ein Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa. Hervorzuheben ist die Architektur des Industrie- komplexes, die über Jahrzehnte für den modernen Industriebau maßgeblich war. Die Zeche Zollverein in Essen war die größte und modernste Steinkohleförderanlage der Welt. 1986 wurde die Zeche stillgelegt. Statt für einen Abriss entschloss sich das Land Nordrhein-Westfalen, die Zeche unter Denkmalschutz zu stellen und zu sanieren. Der gesamte Industriekomplex ist heute ein Besichtigungsort zur Bergbaugeschichte. Hier kann man die Entwicklung der Schwerindustrie nachvollziehen. Besucher können den Weg der Kohle auf dem sogenannten Museumspfad nachgehen. Diese führt durch die Gebäude der ehemaligen Sieberei und der Kohlenwäsche, vorbei an gigantischen Maschinen und Förderbändern, die vom Arbeitsalltag in Lärm und Staub erzählen. Im Dezember 2001 wurde der Industriekomplex Zeche Zollverein von der UNESCO zur Welterbestätte erklärt.

Altstädte von Stralsund und Wismar

Die Altstädte von Stralsund und Wismar gelten als Beispiel für das kulturelle Erbe der Hanse während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. Die historischen Stadtkerne haben ihren mittelalterlichen Grundriss nahezu unverändert bewahrt. Die weitestgehend erhaltene Bausubstanz verdeutlicht die politische Macht und den Reichtum der Ostseestädte im Mittelalter. Die Gruppe der sechs monumentalen Backsteinkirchen ist hier besonders hervorzuheben. Im 17. und 18. Jahrhundert befanden sich Stralsund und Wismar unter schwedischer Herrschaft. Aus dieser Zeit stammen einige Barockbauten wie das Zeughaus in Wismar oder das Schwedische Regierungspalais in Stralsund. Häuser, Straßen, Plätze und Höfe in der Altstadt wurden in beiden Städten grundlegend saniert. Die Aufnahme der beiden Hansestädte Stralsund und Wismar in die Welterbeliste erfolgte im Juni 2002.

Oberes Mittelrheintal

Die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal weist einen außergewöhnlichen Reichtum an kulturellen Zeugnissen auf. Seit zwei Jahrtausenden ist das Mittel- rheintal eine der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas. Die Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintals umfasst den südlichen, rund 65 Kilometer langen Abschnitt des Mittelrheingebiets zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz. Baudenkmäler haben sich hier in einer Fülle und Dichte erhalten, die in kaum einer anderen europäischen Kulturlandschaft zu finden sind. Mit seinen rebenbesetzten Weinhängen und seinen am Ufer zusammengedrängten Siedlungen gilt das Tal als Inbegriff der romantischen Rheinlandschaft. Im Juni 2002 wurde die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz zur Welterbestätte erklärt.

Wattenmeer

Das Wattenmeer ist nicht nur eines der größten gezeitenabhängigen Ökosysteme der Erde, sondern beherbergt zudem mit rund 10.000 Tieren, Pflanzen und Kleinlebewesen eine beeindruckende Artenvielfalt. Jedes Jahr rasten bis zu zwölf Millionen Zugvögel im Wattenmeer. Kein anderes Gebiet hat eine größere zusammenhängende Sand- und Schlickfläche. Die Möglichkeit des Watwanderns bei Ebbe hat dem Wattenmeer seinen Namen gegeben. Das niederländische Wattenmeer-Schutzgebiet und die deutsche Wattenmeer-Nationalparks Niedersachsens und Schleswig-Holsteins wurden in die Welterbeliste aufgenommen.

Rathaus und Rolandstatue in Bremen

Rathaus und Rolandstatue in Bremen repräsentieren die Entwicklung der Hanse, der Bremen seit 1358 angehörte. Die Rolandstatue auf dem Marktplatz wurde 1404 als Wächter hanseatischer Freiheit errichtet. Das Rathaus und der Roland auf dem Bremer Marktplatz sind einzigartige Zeugnisse für die Entwicklung von Autonomie und Marktrechten des europäischen Bürgertums speziell im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Die fünf Meter hohe Rolandstatue aus Stein wurde im Jahre 1404 als Symbol für die Rechte und Privilegien der Freien Reichsstadt Bremen errichtet. Statuen wie diese waren in deutschen Städten häufig anzutreffen. Sie symbolisieren den im Kampf gegen die Heiden gefallenen Märtyrer. Die Bremer Statue wird assoziiert mit dem Markgrafen der Bretagne, einem Adligen in der Gefolge von Karl dem Großen. Die Rolandstatue in Bremen gilt als die älteste noch an ihrem Platz befindliche Statue dieser Art in Deutschland. Die UNESCO hat das Rathaus und die Rolandfigur von Bremen im Juli 2004 in die Welterbeliste aufgenommen.

Obergermanisch-Raetischer Limes

Deutscher Teil der grenzüberschreitenden Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches“ (Erweiterung des seit 1987 in der Liste verzeichneten Hadrianswalls, Großbritannien; 2008 um den Antoninuswall in Schottland erweitert)

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist ein antiker Grenzwall, der als 550 km langer Abschnitt Teil der ehemaligen Außengrenze des Römischen Reichs zwischen Rhein und Donau war. Er ist ungefähr vom 2. – 3. Jh. n. Chr. gebaut worden und dient als Zeugnis für die römische Kultur der damaligen Zeit. Diese hat sich entscheidend auf die kulturelle Entwicklung Europas ausgewirkt.
Neben orginalen römischen Relikten sind auch Rekonstruktionen, Ausgrabungen und Nachbauten, sowie stellenweise der Grenzwall zu sehen.
Der Limes erstreckt sich von der Verbandsgemeinde Bad Hönningen im Raum Neuwied in Rheinland-Pfalz bis in die Region Regensburg in Bayern und ist somit nicht nur Europas größtes archäologisches Denkmal, sondern auch nach der Chinesischen Mauer das größte Bodendenkmal.

Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof

Die an der Donau liegende mittelalterliche bayrische Stadt besitzt viele Gebäude von außerordentlichem Wert, die die Vergangenheit als Handelsstadt und den damit verbundenen Einfluss ab dem 9. Jh. demonstrieren.
In Regensburg wurden eine Menge historischer Denkmäler erhalten, die auf zwei Jahrtausende Geschichte verweisen, da unter ihnen auch einige aus der römischen, sowie der romanischen oder gotischen Zeit stammen. Der Marktplatz, das Rathaus, der Dom, die Steinerne Brücke, viele Klöster und Kirchen aus dem 11.-13. Jh. gelten als besondere Wahrzeichen dieser Stadt, welche auch noch im 16. Jh. für das Vordringen des Protestantismus sorgte.

Siedlungen der Berliner Moderne

1913 bis 1934 entstenden die Siedlungen de Berliner Moderne und stehen nun für einen neuen Typus des sozialen Wohnungsbaus. Die Architekten der klassischen Moderne fertigten als Gegenmodell zu den üblichen Mietskasernen zweckmäßig geschnittene und modern ausgestattete Wohnungen mit Küche, Bad und Balkon. Die Häuser besaßen weder Hinterhöfe noch Seitenflügel, dafür aber viel Licht, Luft und Sonne. Nicht nur die qualitätsvolle Baukunst, sondern auch die moderne Formensprache und die funktionalen Wohnungsgrundrisse galten international als Vorbild für das ganze 20. Jh. Die sechs Siedlungen, welche für die Welterbeliste ausgewählt wurden, sind die Gartenstadt Falkenberg (Treptow), die Schillerpark-Siedlung (Wedding), die Großsiedlung Britz – Hufeisensiedlung (Neukölln), die Weiße Stadt (Reinickendorf), die Wohnstadt Carl Legien (Prenzlauer Berg) und die Großsiedlung Siemensstadt (Charlottenburg und Spandau).

nach oben