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Bolivien

Potosi, Stadt und Silberminen

Potosí ist ein kegelförmiger Berg in den Anden Boliviens, in dem es die reichsten Silberminen der Welt gab. Am Fuß des Berges befindet sich die Stadt Potosí mit einem Bewässerungssystem und Aufbereitungsanlagen für das Silbererz. Im 17. Jahrhundert war die Blütezeit dieser Stadt. Potosí war damals aufgrund des Silbers so bedeutend wie London, Paris oder Berlin.

 

Jesuitenmissionen der Chiquitos

Die Jesuitenmissionen der Chiquitos bestehend aus den Städten: San Francisco Javier, Concepción, Santa Ana, San Miguel, San Rafael und San José de Chiquitos sind die letzten erhaltenen Siedlungen dieser Art. In ihnen vermischt sich die christliche Architektur mit der traditionellen einheimischen Bauweise zu einem eigenen Stil. Die UNESCO ernannte 1990 die Jesuitenmissionen der Chiquitos zum Weltkulturerbe.

 

Altstadt von Sucre

Sucre liegt auf 2800 m Höhe, hat ein sehr angenehmes Klima und gilt als die schönste Stadt Boliviens. Die Altstadt von Sucre mit ihren weissen Häusern gilt als das am besten erhaltene Beispiel einer spanischen Kolonialstadt in Lateinamerika seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO.

 

Vorkolumbische Festung Samaipata

In den östlichen Ausläufern der Anden Boliviens liegt die Ruinenstätte El Fuerte in der Nähe der Stadt Samaipata. Bei diesem ca. 40 Hektar großen Komplex handelt es sich um eine Zeremonialanlage der Inka und Überreste früherer Siedlungen aus dem Hochland und den östlichen Tieflandkulturen. Nach der Zerstörung der Inka-Tempel errichteten die spanischen Konquistadoren auf den Ruinen ein Patiohaus, das als Festung im Krieg gegen die Chiriguano Indianer diente. Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich der Ausdruck El Fuerte. Die UNESCO erklärte im Dezember 1998 El Fuerte als Kulturerbe der Menschheit.

 

Nationalpark Noel Kempff Mercado

Der Nationalpark Noel Kempff Mercado ist ein Schutzgebiet im Amazonasbecken in Bolivien und ist seit 2000 Weltnaturerbe der UNESCO. Der Nationalpark liegt im Nordosten des Landes im Departamento Santa Cruz an der Grenze zu Brasilien und wurde 1979 gegründet. Der Nationalpark hat eine Fläche von 1.524.000 Hektar. Der Park ist sehr wasserreich und von vielen Flüssen mit Wasserfällen, Lagunen und Überschwemmungsgebieten durchzogen. Die vielfältige Vegetation reicht von tropischem Regenwald über Trockenwald bis zu Savannen. Durch die Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen ist der Park sehr artenreich. Derzeit ist bekannt, dass es ca. 4.000 Pflanzen-, 139 Säugetier-, 621 Vogel-, 75 Reptilien-, 62 Amphibien- und 250 Fischarten in dem Park gibt. Der Bericht einer Expedition in das Gebiet des Noel Kempff Mercado Parks im Jahre 1910 veranlasste den Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle zu seinem Roman The lost World (Die vergessene Welt).

 

Vorkolumbische Ruinen von Tiahuanaco

Die Ruinen von Tiahuanaco stammen von einer der fortschrittlichsten Zivilisation der Zentralanden den Tiahuanaco-Indianern. Da wo heute nur noch die Ruinenstätte als Überreste dieser längst vergangenen Kultur zu bestaunen sind, war einst ihre Hauptstadt und ihr religiöses Zentrum. Nach jahrhunderterlanger Zerstörung und Plünderung, die bereits von den Spaniern begonnen wurde, finden sich heute nur noch wenige Reste. Die damalige Siedlungsfläche der Tiahuanaco erstreckte sich über ca. 3 Quadratkilometer und wurde von mehr als 20.000 Einwohnern bewohnt. Die Tiahuanaco ernährten sich von Ackerbau. Ihre Felder bewässerten sie über Kanäle vom See her. Ein bedeutender Wallfahrtsort befand sich im Zentrum der Stadt. Die Entstehung dieses Ortes mit seinen heiligen Tempel und Gebäuden wird auf den Zeitraum zwischen 700 und 1200 nach Christus geschätzt.

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