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Belgien

Flämische Beginenhöfe

Die Flämischen Beginenhöfe entstanden im 13. Jahrhundert. Die Beginen sind Frauen, die ihr Leben Gott widmen wollen ohne sich von der Welt zu isolieren. Werte wie Bescheidenheit, Solidarität und religiöse Ernsthaftigkeit sollten ihr Leben bestimmen. Die flämischen Beginenhöfe sind architektonische Konstruktionen, die aus Wohnhäusern, Kirchen, Wirtschaftsgebäuden und Grünanlagen bestehen. Die in dem flämischen Stil errichteten Beginenhöfe sind eine faszinierende Erinnerung an die Tradition der Beginen, die sich im Mittelalter in Europa entwickelte. Der berühmteste Hof „Ten Wijngarde“ in Brügge, der alten Hansestadt, ist heute ein Benediktinerinnenkloster. Der jüngste, „St. Amantsberg“ in Gent, ist erst Ende des vorigen Jahrhunderts entstanden, ein Zeichen dafür, wie lange sich die Beginenbewegung in Flandern gehalten hat.

Die vier Schiffshebewerke des Canal du Centre

Die vier hydraulischen Schiffshebewerke des Canal du Centre sind herausragende Industriedenkmäler. Sie stellen ein erstaunlich gut erhaltenes Beispiel einer Industrielandschaft des späten 19. Jahrhundert dar. Von den acht hydraulischen Schiffshebewerken, die Ende des 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhundert gebaut wurden, sind die vier Hebewerke vom Canal du Centre die einzigen in der Welt, die noch in ihrem ursprünglichen Bauzustand erhalten sind.

Der Große Platz (Grote Markt / Grand‘ Place) in Brüssel

Der Große Platz in Brüssel beeindruckt mit seinen öffentlichen und privaten Gebäuden, die hauptsächlich aus dem späten 17. Jahrhundert stammen. Die Architektur veranschaulicht auf beeindruckende Art und Weise das hohe soziale und kulturelle Niveau dieser Zeit in diesem politischen und kommerziellen Zentrum.

Mittelalterliche Glockentürme in Flandern und Wallonien

Die 30 mittelalterlichen Glockentürme von Flandern und Wallonien – auch unter dem Begriff Belfriede bekannt – sind dem Rathaus oder der örtlichen Kirche angeschlossen. Neben ihrem besonderen künstlerischen Wert sind die Belfriede hervorstechende Symbole des Übergangs vom Feudalismus zu einer urbanen Gesellschaft, die für die Entwicklung Europas im Mittelalter kennzeichnend war.

Jungsteinzeitliche Feuersteinminen bei Spiennes (Mons)

Die jungsteinzeitlichen Feuersteinminen bei Spiennes umfassen ein über 100 Hektar großes Gebiet und sind die größte und früheste Konzentration historischer Minen in Europa. Bemerkenswert ist die Vielfalt der technologischen Lösungen, die für die Gewinnung angewendet wurde und die Tatsache, dass die Minen direkt mit einer Siedlung der gleichen Periode verbunden waren.

Altstadt von Brügge

Im Jahr 892 nach Christus wird erstmals eine flämische Burg an der Stelle der heutigen Stadt Brügge erwähnt. Bis ins 16. Jahrhundert war Brügge einer der wichtigsten flämischen Handelsorte. Brügge ist aus mehreren Gründen eine Attraktion: die Wasserwege, die interessante Geschichte, sowie die archeälogischen Funde. Besondere Sehenswürdigkeiten sind u.a. die Kathedrale, die Liebfrauenkirche, der Beginenhof, die Tuchhallen, das Rathaus und der Marktplatz.

Kathedrale Notre Dame in Tournai

Die Kathedrale Notre Dame in Tournai wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Hervorstehende Kennzeichen sind das außerordentlich große romanische Kirchenschiff, die zahlreichen Skulpturen auf den Kapitellen und das Querschiff mit den fünf Türmen, an denen der Übergang zur Gotik erkennbar ist. Der im 13. Jahrhundert gebaute Chorraum ist vollständig im gotischen Stil gehalten.

Jugendstilbauten von Victor Horta in Brüssel

Die vier Jugendstilbauten des Architekten Victor Horta in Brüssel: Haus Tassel, Haus Solvay, Haus Van Eetvelde und das Atelier Horta zählen zu den wichtigsten Pionierarbeiten der Architektur am Ende des 19. Jahrhundert. Diese Bauten veranschaulichen eine Stilrevolution, die durch ihren offenen Entwurf, die Diffusion des Lichtes und die brilliante Verbindung der geschwungenen Linien der Dekoration mit der Struktur des Gebäudes zum Ausdruck kommt.

Plantin-Moretus Museum

Das Plantin-Moretus Museum ist eine Buchdruckerei und ein Verlagshaus aus der Renaissance und der Barockzeit. Es liegt in Antwerpen, eine der mit Paris und Venedig drei wichtigsten Städte am Anfang der Druckerei in Europa und ist mit der Geschichte der Gründung und der Verbreitung der Buchdruckerei eng verbunden. Sein Name erinnert an den berühmtesten Drucker und Verleger der zweiten Hälfte des 16ten Jahrhunderts, Christopher Plantin (circa 1520 – 1589). Neben dem außerordentlichen Wert für Architektur, enthält das Denkmal eine große Reihe von Objekten, die ein Zeugnis des Lebens und der Arbeit in dem fruchtbarsten Verlagshaus und Buchdruckerei Europas am Ende des 16ten Jahrhunderts darstellt. Der Betrieb ist bis zum Jahre 1867 in Gang gewesen und das Gebäude enthält eine wichtige Sammlung ehemaliger Druckereigeräte, eine große Bibliothek, wertsvolle Archive und Kunstwerke, unter denen sich ein Gemälde von Rubens befindet.

Palais Stoclet

Das Palais Stoclet in Brüssel gilt als Meisterwerk der Wiener Secession, einer Werkstätte von bildenden Künstlern. Der Entwurf im „Wiener Jugendstil“ stammt von dem Architekten Josef Hoffmann, dem Gründer der Wiener Werkstätte. Das Palais ist ein Gesamtkunstwerk: Architektur, Innenausstattung und Garten bilden gemeinsam ein harmonisches Konzept. Dieses beeinflusste die moderne Architektur und die Entstehung des Art Deco maßgeblich.

Bedeutende Orte des wallonischen Bergbaus

Der Bergbau und die Mienen stellen in der Wallonie ein besonderes Erbe der industriellen Revolution dar und sind prägend für die Geschichte der Region.
Im 19. Jahrhundert wurde die Wallonie, vorallem Städte wie Charleroi, zum Zentrum der Kohle- und Stahlindustrie. Auslädische Arbeitskräfte, vor allem Italiener, wanderten zu dieser Zeit nach Belgien ein und trugen einen großen Teil der Arbeiterbewegung zu. Viele der Einwanderer kamen am 08. August 1956 bei dem schwersten Grubenunglück der belgischen Geschichte im Bergwerk Bois du Cazier, welches heute eine beliebte Sehenswürdigkeit ist, ums Leben.

Ein weiteres, zu den Weltkulturerbestätten zählenden Bergwerken, ist das Grand Hornu bei Mons im westlichen Teil der Wallonie. Hier wird heutzutage die Moderne mit der alten Industriekultur verbunden. Ausstellungen, Führungen, Läden und Cafés machen die historische Stätte zu einem noch interessanteren Ort.

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