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Bangladesch

Historische Moscheenstadt Bagerhat

Bagerhat wurde im 15. Jahrhundert vom türkischen General Ulugh Khan Jahan begründet. Die Stadt (ehemals Khalifatabad benannt) liegt am Zusammenfluss des Ganges und des Brahmaputra. Der Unterbau von Bagerhat stellt eine groß technische Meisterschaft dar. Weiterer Höhepunkt sind die zahlreichen Moscheen und islamischen Bauwerke.

 

Ruinen des buddhistischen Klosters von Paharpur

In der stillen und malerischen Umgebung des Naogaon Distrikts liegt das Buddhistenkloster Paharpur. Lange Zeit war die Geschichte dieses Ortes unbekannt und die einzige Grundlage zur Rekonstruktion bilden Berichte chinesischer Pilger. Im 8. Jahrhundert nach Christus hat Bengalen eine anhaltende Phase des Friedens unter der Pala-Dynastie. Ihre Herrscher scheuten keine Kosten, um die Größe des Buddhismus architektonisch und künstlerisch darzustellen und errichteten das Kloster. 1982 fanden Archäologen in einer Mönchszelle eine stark beschädigte Bronzestatur, deren Körper mit außergewöhnlichem Feingefühl gestaltet wurde. Diese Statue gilt als Meisterleistung der klassischen Gupta-Periode. Die meisten Fundstücke, darunter Terrakottareliefs, Münzen und Keramik, sind entweder im Klostermuseum oder im Varendra-Research-Museum in der Bezirksstadt Rajshahi untergebracht. Zu den herausragenden Werken aus dem 8. Jahrhundert zählen zweitausend noch erhaltene Terrakotta-Tafelbilder, die früher als geschlossene Reliefbänder die Mauern der Prozessionswege des Klosters schmückten. Wenn schwerer Monsunregen bis zu einem Drittel des Gebietes von Bangladesh im Sommers überschwemmen, stehen Teile der Anlage oft monatelang unter Wasser. Dadurch wurden die Terrakotta-Darstellungen stark geschädigt. Denkmalschützer fordern seit Jahren ein Drainage-System, für dessen Bau aber kein staatliches Geld vorhanden ist. Bisher engagierte sich vor allem die Unesco.

 

Mangrovenwälder der Sundarbans

Zahlreiche große Flüsse entspringen im Himalaja. Bevor sie in den Golf von Bengalen münden, bilden sie ein gigantisches Delta mit ausgedehnten Sümpfen: eine Landschaft aus Sand und Schlick, die von den Wurzeln der Mangroven zusammengehalten wird: die Sundarbans. Die Sundarbans liegen 50 Kilometer außerhalb von Kalkutta und bilden den größten Mangrovendschungel der Welt. Hier beginnt das Reich des Bengalischen Königstigers. Die Sundarbans haben die dichteste Tigerpopulation der Welt. Viele der 300 Arten der Großkatze gelten als Menschenfresser.

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