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Äthiopien

Felsenkirchen von Lalibela

Die Felsenkirchen von Lalibela im Norden Ähiopiens gehören zu den wichtigsten Kunstwerken der Christenheit. Hier stehen ca. ein Dutzend Kirchen, die alle aus dem rötlich schimmerndem Tuffstein der Region herausgearbeitet worden sind. Im 12. bis 13. Jahrhundert ließ König Lalibela die Kirchen nach seiner Rückkehr aus Jerusalem erbauen. Seitdem gilt der Ort, der auf etwa 2600 Metern Höhe in einer wildromantischen Berglandschaft liegt, als das äthiopische Jerusalem. Im Inneren der Kirchen finden sich noch Reste der Originalfresken aus Naturfarben. In der trockenen Höhenluft konnten sich diese erstaunlich gut erhalten. Lalibela ist bis heute ein wichtiges Pilgerzentrum für die äthiopischen Christen. In Lalibela leben ca. 400 Priester als Einsiedler in engen Felslöchern.

Befestigte Altstadt von Harar Jugol

Die vierte heilige Stadt des Islams Harar Jugol ist das Zentrum der islamischen Religion am Horn von Afrika. Die Stadtgründung war bereits im 7. Jh. v. Chr. und geht auf die Muslime zurück. Der Einfluss ursprünglicher islamischer Kultur auf die Traditionen des ansonsten christlichen Äthiopiens wird in der historischen Stadtanlage und am Beispiel des Harari-Hauses demonstriert.

Nationalpark Simien

Der Nationalpark Simien beeindruckt durch seine Landschaften mit Bergspitzen, Tälern und mit bis 1.500 Meter tiefen Abgründen. Er bildet den Lebensraum für sehr seltene Tiere, unter ihnen der Geladapavian, der Simienfuchs und die Waliaibex, eine seltene Ziegenart.

Fasil Ghebbi in der Region Gondar

Die Stadt Fasil Ghebbi in der Region Gondar schließt Paläste, Kirchen, Klöster, öffentliche und private Gebäude innerhalb einer 900 Meter langen Stadtmauer ein. Fasil Ghebbi war vom 16. bis 17. Jahrhundert Wohnort der äthiopischen Kaiser.

Ruinen von Aksum

Die Ruinen von Aksum wurden 1980 wegen ihrer herausragenden Geschichte in die Liste des Weltkulturerbes von der UNESCO aufgenommen. Im Jahr 500 – 300 vor Christus wurde Aksum gegründet. In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts wurde sie, nach dem Übertritt König Ezenas von Aksum zum Christentum, eine der ersten christlichen Hauptstädte in Äthiopien. Im Glauben der äthiopisch-orthodoxen Kirche befindet sich die israelitische Bundeslade in Aksum. Diese soll von Menelik, dem Sohn König Salomons und der Königin von Saba ins Land geholt worden sein. Ein Mönch ist der Legende nach, noch heute mit der Bewachung der Reliquie beauftragt. Aus vorchristlicher Zeit stammen die imposanten Stelen, die als Grabmäler aufgebaut wurden. Eine ca. 30 Meter hohe und 517 Tonnen schwere Stele zerbrach vermutlich schon bei ihrer Errichtung. Kleinere Exemplare können bis heute besichtigt werden. Bis ins 20. Jahrhundert nach Christus blieb Aksum Ort der Krönungen äthiopischer Könige bis zur Zeit Kaiser Haile Sellasies, dem letzten Herrscher der Salomoniden in Äthiopien.

Tal am Unterlauf des Flusses Awash

Das Tal am Unterlauf des Flusses Awash wurde im Jahr 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Hier befindet sich eine der wichtigsten Gruppen paläontologischer Stätten auf dem afrikanischen Kontinent. Die auf der Stätte gefundenen Überreste, unter denen die ältesten rund 4 Millionen Jahre alt sind, sind ein Zeugnis der menschlichen Evolution, die unsere Vorstellung der Geschichte der Menschheit gewechselt hat. Die bedeutendste Entdeckung fand im Jahre 1974 statt, als 52 Bruchstücke eines Skeletts erlaubten, die berühmte Lucie wiederherzustellen.

Tal am Unterlauf des Flusses Omo

Die UNESCO hat im Jahr 1980 das Tal am Unterlauf des Flusses Omo zum Weltkulturerbe erklärt. Im Tal am Unterlauf des Omo wurden die ältesten Fossilien des Homo sapiens (etwa 130.000 Jahre alt) gefunden. Der Omo fließt im Süden Äthiopiens. Seine Quelle liegt südlich von Addis Abeba und mündet nach etwa 1.000 Kilometer in den Turkanasee. Am Ufer des Omo leben zahlreiche äthiopische Volksstämme, wie die Bume, Karo, Geleb, Bodi, Mursi, Surma und Hamer. In der Region liegt auch der Omo-Nationalpark. Der Park gehört mit einer Fläche von 4.000 Quadratkilometer zu einem der größten Nationalparks in Afrika.

Reliefierte Stelen von Tiya

Die reliefierten Stelen von Tiya wurden 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Tiya ist eine der wichtigsten von 160 archäologischen Stätten, die bisher in der Soddo-Region entdeckt wurde. In Tiya befinden sich 36 Monumente, darunter 32 reliefierte Stelen, die mit schwer entzifferbaren Symbolen verziert sind. Die Stelen gehören zu den wenigen Zeitzeugen der antiken äthiopischen Kultur.

Kulturlandschaft der Konso

Seit dem Jahr 2011 gilt auch die karge, wüstenhafte Kulturlandschaft des Volks der Konso zu den Weltkulturerben. Die Landschaft zeigt die gemeinsamen Werte, den sozialen Zusammenhalt und das Ingenieurwissen der Gemeinden, die auf eine über 400 Jahre alte Tradition zurückblicken. Im Jahr 1991 wurden auf dem Gebiet paläoanthropologische Stätten entdeckt, die Funde, wie z.B. 200.000 bis 2.000.000 Jahre altes Steinwerkzeug hervorbrachten.

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